Ob tanzende Katzen oder politische Kommentare – TikTok, Insta und andere Plattformen sind Teil des (digitalen) Alltags von Jugendlichen. Sie dienen zur Unterhaltung, aber auch zur Information. Gleichzeitig werden diese Räume zunehmend genutzt, um gezielt politische Inhalte und Narrative zu platzieren – darunter auch solche, die Desinformation verbreiten oder demokratiefeindliche Botschaften transportieren. Dazu gehört auch, dass immer mehr Jugendlichen von digitalen Stress berichten. Auch digitale Gewalt wie Hate Speech und (Cyber)mobbing gehören leider für viele junge Menschen zum digitalen Alltag.
Die Entwicklung ist beängstigend und dazwischen werden Verbotsdebatten immer lauter. Die gute Nachricht ist: Politische Auseinandersetzung findet statt und es gibt viele erprobte Ansätze – und zwar vielfältig, kreativ und kritisch. Dennoch müssen wir den digitalen Raum als gewaltvollen und stressigen Sozialsierungsraum ernst nehmen und zum Thema machen.
Das kostenfreie, 90-minütige Online-Seminar am Mittwoch, den 29.04.26 von 11:00 – 12:30 Uhr zeigt, wie medienpädagogische Ansätze junge Menschen stärken können: durch die Förderung von Medienkompetenz, einen kritischen Blick auf Extremismus, Werte der Kommunikation und Resilienz – und durch Begleitung in digitalen Herausforderungen. Anhand praxisnaher Methoden aus der themenzentrierten medienpädagogischen Arbeit wird gemeinsam diskutiert, wie Jugendliche über diese Herausforderungen aufgeklärt und ermutigt werden können, sich aktiv für ihre Werte und eine demokratische Gesellschaft einzusetzen. Das Online-Seminar bietet konkrete Impulse und Materialien zur direkten Anwendung in der Bildungsarbeit.
Charlotte Lohmann ist Bildungsreferentin für Medienkompetenz. Sie arbeitet seit 2021 bei der Amadeu Antonio Stiftung im Feld der Demokratie- und Medienbildung. Im Fokus steht das Aufzeigen von Handlungsstrategien gegen Hate Speech und andere digitale Hassphänomene sowie Desinformation. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung einer demokratischen Medienkompetenz als Antwort auf die Demokratiefeindlichkeit im digitalen Raum. Mittelpunkte ihrer Arbeit sind die Vermittlung pädagogischer Handlungsoptionen sowie die Analyse demokratiefeindlicher Onlinekulturen und rechtsextremer Social-Media-Nutzung. Dabei nimmt sie im Projekt demo:create vor allem die Plattform TikTok in den Blick und entwickelt ein medienpädagogisches Action Kit.